Politik und Medien

  • Der DMÖ formuliert und vertritt politische Interessen mittels Lobbying und Campaigning proaktiv wie reaktiv, d.h. er entwickelt Forderungen und Positionen, erarbeitet Stellungnahmen, bringt Perspektiven und Konzepte in den politischen Prozess ein etc. Als konzeptueller Bezugsrahmen dient das Konzept der dreifachen Anwaltschaftlichkeit (triple advocacy).
  • Der DMÖ bündelt Anliegen, Bedürfnisse, Forderungen und bringt sie auf einen gemeinsamen Nenner. Er soll dabei den unterschiedlichen Perspektiven sorgfältig Rechnung tragen, gleichzeitig aber auch wirklich mit einer Stimme sprechen und eine gemeinsame Linie finden (verbandsintern, aber auch mit Allianzpartnern). Er schärft dadurch das öffentlich wahrnehmbare Profil seiner Anliegen und Mitglieder.
  • Der DMÖ bringt Forderungen und Positionen in den nationalen und internationalen politischen Diskurs und die mediale Öffentlichkeit ein – und wagt dabei, auch ‚heiße Eisen‘ anzufassen.
  • Der DMÖ wird von den politischen Institutionen als wichtige Stimme wahr- und ernstgenommen und zur Mitwirkung eingeladen.
  • Der DMÖ unterstützt und stärkt die politischen Engagements der Kollektivmitglieder und regionalen Akteur_innen.
  • Der DMÖ trägt zur Sicherung der Grundfinanzierung professioneller Buben-, Männer- und Väterarbeit bei.
  • Der DMÖ bereitet Perspektiven und Positionen medial anschlussfähig auf und erregt Aufmerksamkeit, ohne billig zu sein.
  • Der DMÖ führt einen institutionalisierten Austausch mit Ministerien.

Bevölkerung / Dienstleistungen für alle

  • Der DMÖ stellt der Bevölkerung zielgruppengerecht Fach- und Orientierungswissen zur Verfügung, beispielsweise durch die Erarbeitung und Veröffentlichung von Informationsportalen und/oder thematischen Websites (z.B. Männergesundheit), der Organisation von Veranstaltungen (Tagungen, Bildungsveranstaltungen, Seminare, Workshops etc.), durch Publikationen und andere Materialien.
  • Der DMÖ öffnet und schärft die öffentliche Wahrnehmung, wird und macht sichtbar, leistet Beiträge zur Bewusstseinsbildung, weckt Neugierde und ermöglicht Klärung.
  • Der DMÖ gibt Männern, was sie brauchen, um in Bewegung zu kommen und zu bleiben. Er fördert die Buntheit menschlichen Lebens, relativiert Männlichkeitsvorstellungen und zeigt nachhaltige Modelle von Mannsein auf.
  • Der DMÖ ist Sprachrohr für Jungen, Männer, Väter und ihren Themen/Lebenslagen.
  • Der DMÖ bündelt Wissen und macht es auffindbar.

Allianzen und Vernetzungen (nach aussen)

  • Der DMÖ fördert und pflegt den Dialog und die Zusammenarbeit mit Frauenorganisationen und weiteren Organisationen, die an den gleichen Zielsetzungen arbeiten.
  • Der DMÖ geht themenbezogene Allianzen und organisationsbezogene Vernetzungen ein und bezieht gemeinsam Stellung. Allianzen verhelfen zu einer breiteren Öffentlichkeit und können Positionen schärfen. Der DMÖ diskutiert mit Allianz- und Vernetzungspartner_innen auch kontroverse Themen und öffnet dabei Handlungsspielräume.
  • Der DMÖ bringt die Stimme der österreichischen Männer(arbeit) in den internationalen Diskurs ein – im deutschen Sprachraum, in Europa und auf globaler Ebene (z.B. Mitwirkung bei MenEngage). Der DMÖ wirkt als Vermittler zwischen Mitgliederorganisationen und internationalen Vernetzungen.
  • Der DMÖ liefert (politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen etc.) Akteur_innen Ideen.

Fachlichkeit

  • Der DMÖ stärkt eine vielfältige Fachlichkeit im Feld der Buben-, Männer- und Väterarbeit (z.B. in Beratung, Bildung, Forschung, Prävention und Gesundheitsförderung), indem er Qualifizierung und Professionalisierung (z.B. über die Organisation von Fachtagungen, Weiterbildungen etc.) unterstützt, Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergreift (z.B. Standards der good practice definiert) und gegenseitiges Erfahrungslernen ermöglicht.
  • Der DMÖ fördert den Transfer Wissenschaft-Praxis und Praxis-Wissenschaft, (bildlich gesprochen: er ist eine zweispurige Verbindungsbrücke zwischen Theorie und Praxis).
  • Der DMÖ soll mit einer Bibliothek/Datenbank aktuelle Literatur und Studien niederschwellig zugänglich machen und einen Eventkalender (Tagungen, Seminare, Weiterbildungen etc.) führen.
  • Der DMÖ erweitert Handlungsspielräume von Männern, denkt die Geschlechterverhältnisse mit und berücksichtigt die Diversität von Männlichkeiten.
  • Der DMÖ spricht unterschiedliche, auch kontrovers diskutierte oder verschwiegene Themen in ausgewogener Weise an.
  • Der DMÖ arbeitet ressourcenorientiert, spricht aber auch Defizite und Machtverhältnisse an.

Projektstelle/-träger

Der DMÖ ist auch Träger für Praxis- und Forschungsprojekte, ohne dass seine Finanzierung nur über Projekte gewährleistet sein sollte. Dabei sind drei verschiedene Modelle denkbar, die Mehrwert schaffen:

  • Der DMÖ kann Projekte von überregionaler Bedeutung und/oder Ausstrahlung selber entwickeln, begleiten, durchführen und/oder evaluieren. Er wirkt dann als Entwickler und als Brückenbauer zu breiteren Trägerschaften (z.B. Teilzeitmann zusammen mit Gewerkschaften, Arbeitgebern, Ministerien etc.).
  • Der DMÖ ermöglicht die Finanzierung und Abwicklung von Projekten, welche für einzelne Mitglieder(-organisationen) allein zu komplex wären. Er wirkt dann als Dienstleister und Absender auf Anregung von Mitgliederorganisationen.
  • Der DMÖ tritt als Anbieter und Projektmanager auf, d.h. bewirbt sich auf Ausschreibungen (das könnte z.B. beim Boys‘ Day der Fall sein).

Mitglieder / Dienstleistungen für Mitglieder

  • Der DMÖ fördert die Kommunikation mit und unter seinen Mitgliedern; Mitglieder sollen sich gehört und gut vertreten fühlen. Mitglieder und DMÖ agieren auf Höhe des fachlichen Diskurses.
  • Einzel- und Kollektivmitgliedschaften sollen möglich sein; ein nationaler Wirkungsradius ist nicht Bedingung. Option: Fördermitglieder.
  • Der DMÖ organisiert Fachtagungen.
  • Der DMÖ stellt Knowhow zur Verfügung und macht Ratgeber/Broschüren von Mitgliedern über die Website zugänglich.
  • Der DMÖ stellt einen Medienverteiler für Mitgliederinformationen zur Verfügung. Mitgliederorganisationen können dank des DMÖ leichter ‚über den Tellerrand schauen‘.

Ziele, Themen und Anliegen

Der DMÖ setzt den thematischen Fokus seiner Arbeit auf folgende Themen:

DMÖ Fokus

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Bearbeitung aller Themen behält er jeweils Kosten, Privilegien und Ungleichheiten gleichermaßen im Blick. Die einzelnen Positionen und die damit verbundenen Forderungen sind in fünf Positionspapieren formuliert.

DMÖ